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Der Blick auf unternehmerische Tragweite
Die Berteilung der Zukunftsfähigkeit eines Unternehmens muss Technologie und Betriebswirtschaft vereinen. Ich sehe das, was zwischen den Zeilen liegt. Wo dokumentierte Prozesse von der Betriebsrealität abweichen. Wo Abhängigkeiten entstanden sind, die im Tagesgeschäft nicht auffallen, aber bei jeder Veränderung zum Engpass werden. Wo Kosten stecken, die in keinem Budget stehen, weil sie erst sichtbar werden, wenn jemand genau hinschaut.
Beide Seiten des Tisches
Meine Laufbahn verbindet Managementverantwortung in Industrie wie auch Dienstleistungsunternehmen genauso wie technische Arbeit in Softwareentwicklung, Daten, Architektur und künstlicher Intelligenz. Aus dieser Kombination ist ein Blick entstanden, den man nicht aus einer einzelnen Perspektive gewinnt. Wer nur entwickelt, sieht die technischen Risiken, aber nicht die wirtschaftliche Tragweite. Wer nur steuert, sieht die Zahlen, aber nicht, was darunter tatsächlich passiert. Ich sehe beides. Und genau deshalb weiß ich, wie groß die Lücke ist zwischen dem, was in Plänen und Berichten steht, und dem, was ein Unternehmen technisch tatsächlich leisten kann.
Informatikerin mit Forschung und Lehre
Diesem praktischen Erfahrungsbogen liegt ein akademisches Fundament zugrunde. Mein Informatikstudium und eine anschließende Phase in der industriellen Forschung haben mir ein Verständnis für Systemarchitekturen gegeben, das über den Umgang mit einzelnen Produkten hinausgeht.
In der Hochschullehre habe ich über Jahre Künstliche Intelligenz, wissensbasierte Systeme und Software Engineering vermittelt. Das hat meinen Blick dafür geschärft, was hinter Technologie-Versprechen tragfähig ist und wo die Grenze zwischen sinnvollem Einsatz und teurer Illusion verläuft.
KI beschäftigt mich seit meinem Studium, lange bevor das Thema im Mainstream ankam. Meine Perspektive ist deshalb breiter als der aktuelle Fokus auf generative Modelle. Ich betrachte KI in ihrer gesamten Bandbreite: von regelbasierten Systemen, in denen Nachvollziehbarkeit zentral ist, über datengetriebene Verfahren bis hin zu großen Sprachmodellen.
Diese Breite erlaubt mir einzuordnen, wo KI tatsächlich wirtschaftlichen Wert entfaltet, wo die Risiken liegen und wo das Versprechen größer ist als der Nutzen. Gerade dort, wo Unternehmen unter Druck stehen, KI einzusetzen, ohne vorher die Frage beantwortet zu haben, ob ihre technologische Basis dafür überhaupt tragfähig ist.
Gleichzeitig sehe ich in diesen neuen Möglichkeiten eine hervorragende Ergänzung für Expertensysteme, in denen Begründbarkeit und nachvollziehbare Schlussfolgerungen zentral sind. Dazu bin ich derzeit in einem kleinen Netzwerk an der Entwicklung des XpertAIser Frameworks beteiligt.
Vor Ort, wo es zählt
Technische Strukturen lassen sich nicht vom Schreibtisch aus beurteilen. Sie zeigen sich im Gespräch mit den Menschen, die sie täglich nutzen, im Abgleich zwischen Dokumentation und Wirklichkeit und in der Nähe zum laufenden Betrieb. Ich lebe im Allgäu und arbeite aus Süddeutschland heraus im DACH-Raum und bin immer dort, wo meine Kunden sind.